Brunnenfest Fellingshausen am 29. u. 30. August 2026

- Nachlese und Kommentar -

Fellingshausen.  Zwei denkwürdige Tage im Dünsbergdorf gehören der Vergangenheit an. Ein Fest, das in der Regionalpresse und in anderen Medien hinreichend Beachtung und Würdigung gefunden hat. Stellvertretend sei hier der Bericht vom 1. Sept. im Gießener Anzeiger verlinkt. Während sich die Presse - wie es ihr Auftrag ist - mit der Darstellung des Geschehens beschäftigt, sei an dieser Stelle das außergewöhnliche Engagement des gesamten Organisationsteams, der Vereine und Institutionen und der zahlreichen Helferinnen und Helfer lobend erwähnt. Gefühlte 120 Menschen mehrerer Generationen waren teiweise an drei bis vier Tagen im Dauereinsatz, um das Fest so zu gestalten, wie es sich die Besucher:innen wünschten.
So blieben denn auch die Rufe von Steffen Balser als Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft und seinen engsten Mitsteiterinnen und Mitstreiter nach tatkräftiger Unterstützung u.a. für den Getränkewagen sowie für Auf- und Abbau nicht ungehört.

Und die Vorstände der teinehmenden Vereine stellten zufrieden fest, dass sich allen Unkenrufen zum Trotz ausreichend weibliche und männliche Mitgieder fanden, die an ihren Ständen gutgelaunt ihrer Arbeit nachgingen. Einer unentgeltlichen und ehrenamtlichen Arbeit, wohlgemerkt!
Und alle, die für ein Fest verantwortlich zeichnen, wissen, dass der Abbau zu den eher ungeliebten Teilarbeiten gehört. Um so erfreulicher die Tatsache, wenn den eingeplanten Abbau-Teams am Sonntag nach 18 Uhr vielseitige spontane Hilfe zuteil wurde.
Nicht ganz im Zeitplan (wer sollte sich daran stören?) waren mit einbrechender Dunkelheit dann auch alle Spuren des 18. Fellingshäuser Brunnenfestes beseitigt, der Platz um Brunnen und Lindenbaum gereinigt, die Sperrung der Gladenbacher Straße aufgehoben. Insassen von PKWs und Bussen, die Fellingshausen in den späteren Abendstunden durchfuhren, ahnten nicht, dass genau hier wenige Stunden zuvor das vielleicht fröhlichste und gelungenste Brunnenfest der vergangenen Jahre stattgefunden hatte.


Der Kommentar

Brunnenfest: Vorübergehende Euphorie oder Hoffnung auf Nachhaltigkeit?

Ein Dorffest liefert den Beweis: Vielfalt funktioniert

Es mögen subjektive Eindrücke sein: Bei kaum einen der vergangenen Dorffeste hat man eine solch  auffällige und doch wohltuende Durchmischung von Generationen, Alt- und Neubürgern sowie Menschen unterschiedlicher Herkunft gesehen. Alles in bester Harmonie, keine geringschätzigen Blicke und kein Getuschel hinter vorgehaltener Hand. Keine Security!
Die gleichen Feststellungen gelten für ähnlich gelagerte Festlichkeiten, die am selben Wochenende im Wettenberger Ortsteil Gleiberg und in Gießen-Rödgen stattfanden. Und auch für ein Riesenkonzert mit Popsänger Wincent Weiss auf dem nahen Gießener Schiffenberg: Durchgängig ein fröhliches und friedliches Miteinander verschiedener Generationen und Menschen.
Doch zurück nach Biebertal und Fellingshausen: Aktionen wie die "Bürgerhilfe Biebertal" und "Projekt Herzensmenschen" bzw. die Initiative "Gemeinwesenarbeit in Biebertal" greifen diese Thematik auf und laden zum Mitmachen ein.

Und last but not least sei das "Aktionsbündnis für Vielfalt und Demokratie" genannt, das mit unterschiedlichen Aktivitäten für Toleranz und Verständnis in unserer Gesellschaft einsteht. Es ist weder Blauäugigkeit noch Naivität, wenn die berechtigte Hoffnung lebt, dass diese Bewegungen - und damit auch das Brunnenfest Fellingshausen - Beiträge für ein friedliches und erfolgversprechendes Miteinander liefern. Den leider erstarkten Polit-Scharlatanen, die mit auf Emotionen zielende Parolen Remigration (=Deportation), Abschaffung von gemischten Schulklassen und andere ähnlich menschenverachtende Maßnahmen fordern und damit "Recht und Ordnung" bringen wollen, sei gesagt: "Hört auf mit Euren Hasstiraden. Hört auf mit Euren Fake News. Wir wollen und brauchen diese Menschen. Nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen und zur Absicherung des ohnehin problematischen Gesundheitswesens, sondern auch zum Ausbau der kulturellen Vielfalt. Wir wollen die reale Demokratie!"
G.Rentrop


Fast unbemerkte Solidarität: Großreinemachen im Vorfeld des Brunnenfestes 2026

Fellingshausen, kurz vor dem Fest:  Während das Organisationsteam um Steffen Balser als Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft die letzten Vorbereitungen zum Dorffest am 29. u. 30. August traf, war Eberhard Altmann (Bild) bereits mit allen denkbaren Utensilien zu Gange, um den Boden und das Pflaster um die Linde inmitten des Brunnenplatzes von Unkraut zu befreien. Brunnenfest-Chef Balser hatte ihn diesbezüglich angesprochen und der rüstige Rentner zögert keine Sekunde. Unbeirrt von dicht an ihm vorbei rauschenden PKWs, LKWs und Bussen, aber immer mit einem Gruß an Passanten, sorgte Eberhard Altmann dafür, dass kein ungewolltes Pflänzchen zwischen den Pflastersteinen das Bild störte. Ihm gebührt der ehrliche Dank der Vereinsgemeinschaft.


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